Neues vom Wiener Höhenweg in der Schobergruppe: Roland Hummer, der rührige Hüttenwirt der Adolf Noßberger Hütte hat uns informiert, dass die Sanierung der Hohen Gradenscharte (2.803m), am Wiener Höhenweg, abgeschlossen ist. Damit kann auf der Etappe zwischen Wangenitzsee Hütte und Adolf Noßberger Hütte für geübte Berggeher jetzt durchaus wieder die "kurze" Variante über die Hohe Gradenscharte neben der längeren Variante über die Niedere Gradenscharte empfohlen werden. Ein neues durchgehendes Stahlseil und Trittklammern an der "Schlüsselstelle", der Felsplatte am Einstieg zur Steilrinne, entschärfen nun den vorher doch recht gefährlichen Ab- bzw. Aufstieg zur Scharte auf der "Gradentalseite". Es wird, wie bei der Begehung der Hornscharte (von der Adolf Noßberger Hütte zur Elberfelder Hütte) die Benutzung eines Klettersteigsets empfohlen. Bei Neuschnee und/oder Vereisung sollte nach wie vor die Niedere Gradenscharte vorgezogen werden.
Tipp für erfahrene Bergsteiger: bei Begehung der Hohen Gradenscharte verkürzt sich diese Etappe um 2 Stunden. Bei günstigen Verhältnissen und sicherer Wetterlage kann so der selten bestiegene Perschitzkopf (3.125m) vom Kreuzseeschartl (2.810m) "mitgenommen" (1 - 1 1/2 Stunden im Aufstieg; mitunter recht steil aber technisch unschwierig).
Fotos:
oben: Blick von der Hohen Gradenscharte auf den Großen Gradensee und die Adolf Noßberger Hütte
unten: schwierige Arbeiten in extremen Gelände und die versicherung der Schlüsselstelle, der großen Platte, ist jetzt wieder "top"!
