Der Perschitzkopf (3.125m) in der Schobergruppe galt lange als ein absoluter Geheimtipp und wurde, da ohne markierten Anstieg, fast nie bestiegen. Das hat sich jetzt, seit ein markiertes Steiglein zum großen Gipfelkreuz hinaufführt geändert: zwar ist dieTour noch bei weitem keine "Modetour", aber geübte Bergwanderer haben jetzt eine grandiose Gipfelmöglichkeit in der Schobergruppe mehr.
Und das ist gut so, denn der Ausblick vom höchsten Punkt ist atemberaubend und der Berg selbst eine beeindruckende Felsburg. Auf den ersten Berg abweisend, folgt die Route den wenigen "alpinistischen Schwachstellen" in der Südflanke, wobei eine kurze Steilstufe den Gebrauch der Hände notwendig macht. Bei Neuschnee und/oder Vereisung ist diese Stelle sicher heikel. Ansonsten bewegt man/frau sich im gut gangbaren Blockgelände und wer trittsicher unterwegs ist, kann sich den Gipfelgang ohne weiteres zutrauen.
So trafen wir am 30. August den jungen Bergfan Florian mit seinem Vater Markus am Weg zum Gipfel. Florian ist 11 Jahre alt und bereits ein "Dreitausender-Sammler" und er hängte uns beim Schlussanstieg mühelos ab. Aber Achtung: Florian ist für sein Alter schon erfahren und ein Profi! Für Kinder und weniger Erfahrene gilt: in Begleitung mit Bergführer den Perschitzkopf besteigen bzw. sich von erfahrenen Begleitern am kurzen Seil sichern lassen! Infos zum Bergführer-Service und Angebote für Dreitausender-Touren findet ihr auf: http://www.tauernalpin.at/
Tourprofil:
Wangenitz Alm (1.400m) - Wangenitzsee Hütte (2.508m) 3 Stunden, leicht;
Von der Wangenitzsee Hütte bis kurz unter das Kreuzsee Schartl (2.860m) am Wiener Höhenweg zur markierten Weggabelung; jetzt entlang der Markierung (rote Punkte) und der undeutlichen Wegspuren zu kurzer Steilstufe. Über diese (leichte Kletterei; UIAA I) hinweg zum blockigen, breiten Südwestkamm und wenig schwierig zum Gipfel; 2 1/2 Stunden von der Wangenitzsee Hütte.
