Auch wenn ein Begriff wie "Damendreitausender" in Zeiten einer Lynn Hill oder Gerlinde Kaltenbrunner nicht mehr gelten, so wird das Säuleck (3.087m) noch heute gerne so genannt...
Hoch über Mallnitz, im Talschluss des Dösentales, erhebt sich das Säuleck als stolzes, steil aufragendes Felsenhorn und erweckt auf dem ersten Blick als andere als den Eindruck eines "leichten" Dreitausenders. Wenn aber die letzten steileren Schneefelder im Frühsommer geschmolzen sind, gibt es am markierten Steig zu seinem Gipfelkreuz über den gutmütigen Südost-Kamm, wirklich keine alpinistischen Schwierigkeiten mehr. Dafür aber viele Gründe, den Einstieg in die Dreitausenderwelt hier zu wagen: ein herrliches Panorama vom Gipfel, ein traumhaftes Nationalpark-Tal als Zustieg, das Arthur von Schmid Haus als ideales und gastliches Basislager, der kristallklare Dösener See als ultimativer Blickfang und ein weiterer Gipfel am weg zu den "Seven Summits"!
Und für Kurzentschlossene: eine Wanderung mit einem Weltstar im Bergsteigen, Peter Habeler am Sonntag den 30.08.; Start: 9h15 beim Bahnhof Mallnitz!
Sportlichere Bergsteiger haben aber am Säuleck noch viele weitere Varianten zu erforschen:
- Den neuen Klettersteig, einen der schwierigsten in Österreich, über die Südwest-Rippe; (Schwierigkeitsgrad E!)
- Den herrlichen Detmolder Grat, der teilweise versichert von der Gießener Hütte zum Gipfel führt (UIAA II und E)
- Der Westgrat, eine herrliche, teilweise mit Bohrhaken abgesicherte Urgesteinskletterei bis zum Westgipfel; dann am Klettersteig zum Hauptgipfel (eine Stelle UIAA V, sonst III; sowie C/D).
Tourenprofil Normalweg:
Ausgangspunkt: Parkplatz Dösental (1.450m); Wanderbus-Shuttledienst! Bis zum Arthur von Schmid Haus (2.210m) 3 Stunden, leicht; bis zum Gipfel: 2 1/2 Stunden, wenig schwierig, markierter Steig; Achtung bei Hartschneefelder im Frühsommer!
Weitere Infos: www.tauernalpin.at
