Der Nationalpark Hohe Tauern bietet im Rahmen des Sommerprogramms 2008 jeden Dienstag vom 8. Juli bis 16. September 08 eine geführte Tour zum Thema Pasterze an. Ausgangspunkt ist jeweils um 10 Uhr das Glocknerhaus an der Großglockner Hochalpenstrasse.
Die leichte Wanderung im hochalpinen Gelände mit ständigem Blick auf den Großglockner führte uns vom Glocknerhaus hinab zum Margaritzenspeicher und über dessen begehbare Staumauern.
Nach Umrunden des Speichersees gingen wir über einen einfachen Anstieg vorbei am Elisabethfelsen zum Sandersee, welcher einen Großteil der vom Gletscher mitgeführten Sedimente enthält.
An dem kürzlich entstandenen Toteisloch mit seinem türkisfarbenen Wasser (s. Foto oben) machten wir Rast und sammelten neue Kräfte für den weiteren Weg.
Dieser führte uns nun in Richtung Pasterze, vorbei an immer noch bestehenden Toteisblöcken. Dies ist Eis, welches unter Schutt begraben ist und aufgrund dessen Isolationsfunktion langsamer abschmilzt als freiliegendes Eis.
Abschließend gingen wir noch auf die Gletscherzunge, deren Eis ca. 800 Jahre alt ist, und bestaunten einen Gletscherbach und kleinere Gletscherspalten.
Erst wenn man unmittelbar auf dem Eis steht, wird einem wirklich bewusst, mit welcher Kraft sich ein Gletscher seinen Weg durch Täler und über Felsen bahnt.
Gegen 15 Uhr endete die sehr informative Führung unter Nationalpark-Betreuer Georg Granig an der Talstation der Gletscherbahn.
Allen, die schon immer mal alles rund um die Pasterze und das Großglocknergebiet erfahren wollten, kann ich diese Wanderung in leichtem hochalpinen Gelände unbedingt empfehlen - solange es die Pasterze noch gibt.
