Sie befinden sich auf der Seite Nationalpark-blog.at -

Nationalpark Hohe Tauern - BLOG


20 Aug, 2008  

Gämsen im Regen

Endlich war es soweit: nach wiederholtem Nachfragen ging es für Vinzenz und mich heute morgen zusammen mit Markus Lackner, dem zuständigen Nationalpark-Jäger für Heiligenblut, Großkirchheim, Mörtschach und Winklern, sowie dem Jagd-Azubi Jonathan in´s Leitertal zur (rein optischen) Jagd auf Gämsen, Steinböcke, Schneehühner uns sonstige faunistische Besonderheiten der Hohen Tauern. Revierbegehung nennt sich so was dann und dient der regelmäßigen Zählung und damit Feststellung des aktuellen Wildtierbestandes im Nationalpark. Bei der Bewerbung für das Volontariat stand diese Wildtierzählung weit oben auf der Kärntener Tätigkeitsliste; für den einen oder anderen durchaus ein Grund, sich für das Praktikum in diesen Teil des Nationalparks zu entscheiden. Von daher war es an der Zeit, endlich mal bei einer solchen Revierbegehung dabei zu sein.

 

Bereits auf dem Weg hoch zur Franz Josefs Höhe fielen Markus die ersten Gämsen in´s Auge („Da, Gämsen!“ – „Wo?!“ --> gutes Auge, Respekt!). Nachdem wir nach 1,5 Monaten Wartenerfahrung im Swarovski-Aussichtsturm Steinbock-Sichtungen mittlerweile im Dutzend für 50 Cent verkaufen könnten und damit immer noch reich werden würden, war der Anblick ihrer nahen Verwandten mal wieder eine willkommene Abwechslung. Die meisten von uns hatten seit der allerersten Woche keine Gämsen mehr gesehen. Oben auf der Stockerscharte, auf 2.442 m, dann die nächste Sichtung: eine Gruppe von 3 Gämsen (vermutlich junge Böcke unterschiedlichen Alters) lag nicht allzu weit von unserem Beobachtungsposten ruhig im Gras und bot somit einen herrlichen Anblick durch das mitgenommene Beobachtungsfernrohr. Was würden wir wohl als nächsten zu sehen bekommen? Die Antwort folgte kurz darauf: Regen! Schon auf den letzten Metern des Aufstiegs zur Stockerscharte hatte es angefangen zu tröpfeln; nun sollte der Wetterbericht des letzten Tages recht behalten und die Witterung verschlechterte sich von Minute zu Minute; wäre ja auch zu schön gewesen … Das Ergebnis war der unvermeidliche Abstieg zurück zum Auto; denn eine Revierbegehung bei strömendem Regen macht wirklich niemandem Spaß. Was somit unter´m Strich von diesem (viel zu) kurzen Ausflug in´s Wildrevier blieb, war zum einen die Erkenntnis, dass es der Aufstieg vom Margaritzenspeicher zur Stockerscharte durchaus in sich hat (steil!) aber zum anderen auch ein paar schöne Eindrücke, die Lust auf mehr machen. Naja, wir sind ja noch ein Weile hier, da wird sich schon noch die eine oder andere Gelegenheit zur Wildtierzählung ergeben.    


Kommentare (0)add
Kommentar schreiben
kleiner | groesser

busy
© 2008 Kärntner Nationalparkfonds Hohe Tauern - Tourismus | Impressum | www.nationalpark-hohetauern.at