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Nationalpark Hohe Tauern - BLOG


Im Rahmen der alljährlichen Erhebungen zur Siedlungsdichte des Rotsternigen Blaukehlchens (Luscinia svecica svecica) reisten vier Volontäre des Nationalparks Hohe Tauern am 22.07.08 zur Osnabrücker Hütte ins Großelendtal auf 2030 m über NN.
Dort wollen wir in mehrtägigen Beobachtungen eventuelle Auswirkungen des Verhaltens der Besucher, Hunde und Weidetiere auf die Siedlungsdichte und den Bruterfolg des Rotsternigen Blaukehlchens erforschen.

Als wir nach unserer ersten Nacht auf der Osnabrücker Hütte früh morgens um 6 Uhr aufstanden, trauten wir unseren Augen kaum: über Nacht fielen 5 cm Neuschnee! Und das Schneetreiben wollte auch tagsüber nicht aufhören.
Dieser Umstand machte ein sinnvolles Arbeiten unmöglich, da bei derartiger Witterung sowohl Menschen als auch Tiere nur bedingt aktiv sind.
Wir gingen trotzdem ins Gelände und erhofften uns wenigstens erste Blaukehlchen-Beobachten. Und tatsächlich - wir konnten sowohl ein Männchen als auch ein Weibchen bei der Nahrungssuche am Bach verfolgen. Nebenbei waren Ringdrosseln, Steinschmätzer, Schneesperlinge und eine Wasseramsel im Gebiet unterwegs.

Nach diesen ersten Eindrücken kehrten wir in die Osnabrücker Hütte zurück und reisten nach einer warmen Mahlzeit einen Tag früher als geplant in wildem Schnee- und Regentreiben ab.

Wir hoffen, dass für die weiteren geplanten Arbeitseinsätze das Wetter mitspielt und die kräftige Blau- und Rotfärbung des Kehlbereichs des Vogels durch die Sonnenstrahlen schön zur Geltung kommt.

 

 


Kommentare (1)add
...
geschrieben von Volo Tobias , July 24, 2008
übrigens schon wieder keine Spur vom Alpensalamander und das trotz idealer Habitatvoraussetzungen. Wahrscheinlich war der Neuschnee selbst für diesen ´herpetologischen Extrembergsteiger´ etwas zu viel des Guten?!
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